KettIN auf Erkundungstour in den USA

KettIN auf Erkundungstour in den USA

„Wir können immer noch von klugen Ideen des US-Einzelhandels lernen“, so der Vorsitzende der Kettwiger Interessengemeinschaft KettIN Gerd Kolbecher auf seiner Tour durch den Süden der Staaten, „denn es gibt hier nicht nur die Großen wie z.B. Walmart oder Maycy‘s“. Große Aufmerksamkeit schenkte Kolbecher deshalb den kleineren „Einkaufs-Malls“ in den Communities. Hier lebt und arbeitet der typische, mittelständische Einzelhandel. Hier werden auch die neusten Geschäfts- und Marketingideen entwickelt und umgesetzt. „Man fragt sich immer wieder, wieso werden in kleineren Communities offensichtlich auskömmliche Geschäfte getätigt?“ Die Antwort ist relativ einfach, wenn man mit den Geschäftsinhabern spricht. „Wir bieten Sortimente an, die Du nicht bei den standardisierten und durchgestylten Filialisten findest. Wir füllen mit unserem Angebot Nischen, die den Wünschen der Verbraucher nach Individualität und Wertigkeit sehr deutlich nachkommen.“ Kundenfreundlichkeit und Servicebereitschaft, oft von den Geschäftsinhabern persönlich ausgeübt und individuelle Beratung werden groß geschrieben. Das entspricht auch dem Rollverständnis im amerikanischen Handel. Besonders auffällig ist, dass sich viele kleine Läden in ihrer „Mall“ zusammengetan haben und gemeinsam erfolgreich für ihre Geschäfte und Angebote werben, ob in der Zeitung, über Anzeigenblätter oder über eigene bzw. gemeinsame Internet-Plattformen. Das spart Kosten und persönlichen Einsatz. Der große „Amazon“ ist gar nicht so sehr das Thema, sondern geschicktes, gemeinschaftliches Marketing. Spricht man mit den Geschäftsinhabern über die Rentabilität der Läden, so kommt oft der Hinweis, dass seitens der Vermieter darauf geachtet wird, die Ladenmieten der Situation des kleineren Einzelhandels angepasst zu halten, denn neben den Personalkosten haben diese Kosten erhebliche Bedeutung für den Ertrag. Offensichtlich sind auch die Vermieter daran interessiert, langfristig zufriedene Kunden zu haben, auch wenn hier, sicherlich wie überall, der Erzielung einer angemessenen Verzinsung des eingesetzten Kapitals Beachtung geschenkt wird. Bei seiner Tour konnte es sich Kolbecher nicht ganz verkneifen, auch einmal persönlich in dem großen „Miromar Outlet“ im Süden von Ft. Myres vorbeizuschauen, das allein schon durch seine beeindruckende Architektur besticht. Denn das können die Amerikaner einfach perfekt: mit Fassadengestaltung, Entertainment und Lichtdesign Attraktivität für den Kunden schaffen.

V.i.S.d.P. Gerd Kolbecher (KettIN- Vorsitzender), 24.08.2016

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